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Mythen & Legenden

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Teufelsloch 1
Teufelsloch
Teufelsloch

Der Beherrscher der Hölle suchte einst das Tal der Ahr auf und fand an Land und Leuten, vor allem aber an dem roten Feuerwein derart Gefallen, dass er darüber seine Heimkehr vergaß. Da nahte eines Tages dem auf dem Berg gegenüber von Altenahr behaglich Ruhenden sein Großmutter in der Gestalt einer schönen Jungfrau. In den Armen des verliebten Teufels verwandelte sie sich alsbald in die ihm nur allzu gut bekannte, widerwärtige Alte zurück. Erbost packte er die Großmutter und schleuderte sie durch die Felswand hinunter in die Hölle zurück.

Burg Are Seite
Rittersprung

Vor vielen hundert Jahren nun liebte ein Ritter aus der Nähe ein Fräulein von Are. Seine Herrschaft war jedoch mit der Sippe derer von Are streng verfeindet. So durfte er keine Hoffnung hegen, das Fräulein je sein Eigen nennen zu dürfen. Nur bei Nacht konnte er sie unter Einsatz seines Lebens sehen. Er kletterte dann die zackigen Felsen hinan bis zum Turm, wo sie im stillen Erker auf ihn wartete. Doch er war verraten worden und als er eines Nachts wieder bei der Geliebten weilte, klang Waffengeklirr aus dem Burghof zu ihnen herauf. Mit wildem Racheruf stürmten die Ritter von Are die Wendeltreppe hinauf. An Verteidigung konnte der fremde Ritter nicht denken. Entweder die Gefangenschaft oder der Tod schien sein unabwendbares Los zu sein. Vor ihm dir gähnende Abgrund, hinter ihm die blinkenden Schwerter. Rasch war sein Entschluss gefasst. noch einmal küsste er die Geliebte und setzte dann mit einem kühnen Sprung vom Erker in die tiefe, wo gleichsam tausend Felszacken darauf warteten, seine Glieder zu zerschmettern. Aber unversehrt rutschte er in die Tiefe und entkam seinen Verfolgern.
Schwarzes Kreuz 1
schwarzes Kreuz
Das schwarze Kreuz

Bevor die Eisenbahn gebaut war, setzte der Felsen, er wird "Heislei" genannt, seinen Fuss in die Ahr. Dort war eine sehr tiefe Stelle, die man "Woog" nannte. Der Strudel, der dort war schraubte jeden Gegenstand in die Tiefe.
Ein Kind war dort hineingefallen und drohte zu ertrinken. Dies sah ein Mann names Caspary aus Altenahr. Er machte das Versprechen, er wolle oben auf dem Felsen ein Kreuz erreichten, wenn es im gelänge, das Kind vor dem Tode des Ertrinken zu retten. Und wirklich, es gelang ihm, das Kind aus dem Wasser zu holen. Er hielt sein Versprechen und errichtete im Jahr 1859 hoch oben auf dem Fels ein Kreuz. Später ersetzte man das Kreuz durch ein größeres. Zum Unterschied zum weißen Kreuz nannte man es das "schwarze Kreuz".
weißes Kreuz
Das weiße Kreuz

Bevor der Straßentunnel gebaut war, verkehrten die Bewohner des Ahrtals nur auf den Fußpfaden über dem Berg miteinander. Heute bestaunt der Fremde den Winzer, der auf steilen Pfaden seiner Arbeit im Weinberg nachgeht. Früher aber musste jeder die steilen Pfae erklimmen. Alle Bewohner aus Reimerzhoven mussten schon zur Taufe über den Bergrücken zur Pfarrkirche nach Altenahr getragen werden. Auch der letzte Gang führte wiederum über den Berg. Schmal und steil war der Weg, so manchesmal, dass die Träger des Sarges nicht nebeneinander gehen konnten. Der Sarg musste an einer Stange angebunden werden und auf den Schultern getragen werden, wobei die Träger hintereinander schritten. Deshalb entstand der Scherz: "Jeder Reimerzhovener muss erst gehangen werden, eher er begraben werden konnte!" Auf dem Berg stand ein kleines Holzkreuz. Hier wurde Rast gemacht. Das Kreuz bedeutete also Pause des Leichenzuges, denn bis hierher kam der Pfarrer von Altenahr dem Leichenzug entgegen. Nachdem er die Leiche eingesegnet hatte, stieg man den steilen Bergweg hinab zum Altenahrer Friedhof, der damals noch rund um die Kirche lag.
Weit in die Gegend leuchtet heute noch ein großes weißes Kreuz. Es wurde errichtet von dem nach ihm benannten Hotel und vom damaligen "Verkehrs- und Verschönerungsverein Altenahr".
Weißes Kreuz 1
Weißes Kreuz 2
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